Roger Schmidt
Die Hintergründe von Weihnachten
Weihnachten, das Fest der Liebe, ist das Fest der Geburt von Jesus Christus. Es ist daher auch als das Heilige Christfest bekannt. Dies lässt sich anhand der Bedeutung des Wortes Weihnachten und der Bedeutung der einzelnen Wortbestandteile nachvollziehen. Das Wort "weih" stammt von weich, was soviel bedeutet wie heilig. Der Wortteil nacht ist gleichbedeutend mit dem Begriff der Nacht, so dass Weihnacht die Heilige Nacht bezeichnet.
Der 25. Dezember eines jeden Jahres ist der Christtag, der in römisch-katholischen Kreisen auch als das Hochfest der Geburt des Herrn bezeichnet wird. Die Feierlichkeiten des Christfestes beginnen bereits am Abend des 24. Dezember, dem Heiligen Abend. An diesem Abend beginnt Weihnachten mit der sogenannten Christvesper. Die Mitternachtsmesse am Heiligabend ist der erste liturgische Höhepunkt an Weihnachten.
Viele Menschen besuchen gemeinsam mit ihren Familien einen Gottesdienst an Heiligabend, auch wenn sie keiner Konfession angehören oder sonst keine Gottesdienste in den Kirchen besuchen. Seit jeher gehören daher die Gottesdienste an Weihnachten zu den bestbesuchten Gottesdiensten im gesamten Jahr. Weihnachten gehört neben dem Osterfest und dem Pfingstfest zu den drei größten Kirchenfesten eines Kalenderjahres.
Im Übrigen ist niemand geringeres als der große Reformator Martin Luther daran schuld, dass Weihnachten in der heutigen Zeit als das besinnlichste Familienfest mit vielen Geschenken unter Christen und Nichtchristen gleichermaßen gilt. Denn im Jahr 1553 nach Christus hatte Martin Luther diesen Brauch des gegenseitigen Beschenkens propagiert, um das Interesse der Kinder auf Jesus Christus zu lenken. Die geschmückten Weihnachtsbäume an Weihnahten in den warmen Stuben sind seit dem 15. Jahrhundert Tradition und die ersten Adventskränze gab es im Jahr 1839. Den altbekannten Weihnachtsmann gibt es seit dem 20. Jahrhundert, wobei sich hartnäckig das Gerücht hält, dass ein großer und weltbekannter amerikanischer Colahersteller die Ursachen dafür gesetzt hat.
In Deutschland sind die Tage an Weihnachten gesetzliche arbeitsfreie Feiertage, dass heißt der 25. Dezember wird als erster Weihnachtsfeiertag und der 26.Dezember als zweiter Weihnachtsfeiertag bezeichnet. Diese Einteilung geht ebenfalls auf den Reformator Martin Luther zurück. Das Fest der Heiligen Drei Könige am 06. Januar eines jeden Jahres wird auch als dritter Weihnachtsfeiertag bezeichnet und ist in einigen deutschen Bundesländern ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag. Gemeinhin gilt die Zeit vor, um und an Weihnachten als die besinnlichste und friedlichste Zeit eines gesamten Jahres und die meisten Menschen nutzen diese Zeit intensiv für besinnliche Stunden in einer weihnachtlich geschmückten Stube im Kreise ihrer Lieben.




